Daniel Szabo

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Ich lese viele Prognosen über KI

95 % davon vergesse ich nach fünf Minuten.

Der aktuelle Text von Peter H. Diamandis ist eine der wenigen Ausnahmen.

Nicht weil er besonders optimistisch ist. Sondern weil er eine Frage stellt, die viele Unternehmer verdrängen:

Was passiert, wenn Intelligenz plötzlich keine knappe Ressource mehr ist?

Laut Stanford AI Index sind die Kosten für KI-Modelle in den letzten zwei Jahren dramatisch gefallen. Gleichzeitig werden die Systeme leistungsfähiger.

Wenn sich dieser Trend fortsetzt, verändert das die Spielregeln.

Bisher waren Wissen, Erfahrung und Expertise oft die knappsten Ressourcen in Unternehmen.

Künftig könnten sie im Überfluss verfügbar sein.

Dann verschiebt sich der Engpass.

Nicht mehr Ideen.

Sondern Umsetzung.

Nicht mehr Denken.

Sondern Handeln.

Genau deshalb fand ich auch seinen Punkt zu Robotik spannend.

Humanoide Roboter werden günstiger, leistungsfähiger und alltagstauglicher. Ob die optimistischen Prognosen eintreffen oder nicht, ist für mich fast zweitrangig.

Die Richtung ist eindeutig.

Der Gedanke, der bei mir hängen geblieben ist:

Wenn Intelligenz nahezu kostenlos wird, werden Atome wertvoller als Bits.

Wer in den nächsten zehn Jahren gewinnt, wird die physische Welt genauso effizient organisieren wie KI heute Informationen verarbeitet.

Mein Fazit für den Mittelstand:

Man muss nicht an AGI glauben.

Man muss nicht an Optimus glauben.

Aber man sollte die Möglichkeit ernst nehmen, dass menschliche Kognition in Zukunft deutlich günstiger wird.

Viele Strategien basieren heute noch auf der Annahme, dass genau das nicht passiert.

Und das könnte ein teurer Irrtum werden.

Wie seht ihr das?

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    So zitieren: Szabo, Daniel (21. Juni 2026): „Ich lese viele Prognosen über KI“. szabo.digital, https://szabo.digital/beitraege/ich-lese-viele-prognosen-ueber-ki/

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